Patrice Heilmann Industrie - und Werbefotograf

 
 
Fals Sie sich schon mal mit dem Gedanken befasst haben, eine Digitalkamera zu kaufen, wird Sie dieses Mail interessieren.

Ich möchte ihnen hier einige Tips geben, die Ihnen helfen könnten, die richtige Kamera für Sie zu finden.

1* Auflösung
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***Eine hohe Auflösung ist nicht das Mass aller Dinge

Digitalkameras bieten immer höhere Auflösungen. Aber ist ein Modell mit hoher Auflösung stets die beste Wahl? Sicher nicht.

Generell gilt zwar: je höher die Auflösung, desto detailschärfer die Fotos. Ausserdem können Sie sie in einem grösseren Format drucken. Doch die Auflösung allein bestimmt nicht die Bildqualität. Genauso wichtig für das Ergebnis sind das Objektiv und die verwendete Farbinterpolation. Im übrigen versuchen einige Hersteller, die Bildqualität mit neuen Verfahren zu steigern.

***Was die Farbinterpolation mit der Bildqualität zu tun hat

Sie hören immer wieder, die Farbinterpolation sei sehr wichtig für die Qualität der Bilder. Was ist darunter zu verstehen, und wie finden Sie heraus, wie gut die Interpolation einer Kamera ist?

Jedes CCD-Element kann nur eine Farbe aufzeichnen, die anderen Farbanteile werden per Kamera-Software errechnet. Der Algorithmus dieser Software, der von Hersteller zu Hersteller variiert, entscheidet über die Bildqualität. Daher können sich selbst Kameras mit gleichem CCD-Sensor-Typ bei der Bildqualität erheblich unterscheiden. Schlechte Farbinterpolation führt zu unschönen Rauscheffekten, sprich: zur fehlerhaften Wiedergabe von Farbinfos. Ein Beispiel: Auf einer Teilfläche sind Pixel zu sehen, die in puncto Farbe und Helligkeit nicht zur Umgebung passen. Besonders deutlich wird dieser Effekt bei einer Vergrösserung.

Tipp: Das Datenblatt einer Kamera gibt keinen Aufschluss über die Qualität der Interpolation. Möchten Sie sich davon einen Eindruck verschaffen, müssen Sie Testbilder schiessen. Der Händler gibt Ihnen dazu keine Möglichkeit? Dann finden Sie im Internet -etwa unter

http://www.digitalkamera.de - Testbilder aktueller Kameramodelle.

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2* Speicher
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Welches Speichermedium ist das bessere

Die meisten Kameras bieten einen Steckplatz für Speicherkarten - entweder für Compact-Flash- oder für Smart-Media-Karten. Welches ist das bessere Speichermedium?

Der Trend geht zu Compact-Flash-Karten. Sie sind klein (etwa halb so gross wie PC-Cards) und robust - und bieten viel Kapazität. Compact-Flash-Karten gibt es in zwei Ausführungen: mit maximal 128 (Typ I) und mit bis zu 340 MB Speicherkapazität (Typ II). Die hoch auflösenden neuen Kameras besitzen fast alle einen Steckplatz für Compact-Flash-Karten vom Typ II. Dieser ist abwärtskompatibel - er akzeptiert auch Typ-I-Karten. Kameras mit weniger als 3 Megapixeln Auflösung sind dagegen nur für Typ-I-Karten ausgelegt; Typ-II-Karten passen nicht in den schmalen Typ-I-Steckplatz.

Smart-Media-Karten gibt es mit 4, 8, 16, 32 oder 64 MB Kapazität. Dabei handelt es sich um dünne Plastikkarten mit einer nicht geschützten Kontaktfläche. Falls Sie etwa versehentlich die Karte verbiegen, kann der Siliziumchip Schaden nehmen. Weiterer Nachteil: Gerade 64-MB-Karten bereiten in älteren Kameras Kompatibilitätsprobleme.

In puncto Preis unterscheiden sich die beiden Kartentypen - bezogen auf die gleiche Speicherkapazität - kaum mehr. Kalkulieren Sie beispielsweise für eine 16-MB-Karte rund
110 Franken. Lediglich bei den 64-MB-Karten ist die Smart-Media-Ausführung mit rund 450 Franken etwas teurer als das Compact-Flash-Pendant mit etwa 400 Franken.

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3* Für Einsteiger: 1- bis 2-Megapixel-Kameras
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Möchten Sie Ihre Bilder gern schnell - ohne grosse Voreinstellungen und ohne langes Studium des Handbuchs - schiessen, dann ist eine Einsteigerkameradas Richtige für Sie. Ein solches Modell ist auch Ersatz oder Alternative zum Scanner: Sieladen das Fotoeinfach in den PC, verändern es mittels Bildbearbeitung und verschicken esper Mail oder binden es in Ihre Web-Seite ein. Gute Ausdrucke sind im Format 9 x 13 Zentimeter möglich.

Standardauflösung: 1280 x 960 Bildpunkte

Objektiv: Optischer Zoom (meist 2fach); neue Modelle kommen mit optischem 3fach-Zoom
und/oder digitalem 1/2 Zoom.

Scharfstellen: meist Autofokus, teilweise nur Fixfokus

Belichtungssteuerung: Programmautomatik

Einstellmöglichkeiten: Einsteigerkameras lassen sich einfach bedienen. Die Kehrseite der
Medaille: Bei den meisten Modellen können Sie kaum selbst Einstellungen vornehmen - zu den wenigen Optionen gehören etwa Nacht-, Porträt- und Landschaftsmodus. In der Regel
wird die Belichtung automatisch gesteuert; eine manuelle Wahl der Belichtung ist - wenn
überhaupt - nur in wenigen Stufen möglich. Die Lichtempfindlichkeit istmeist fest eingestellt (ISO 100).

Speichermedien: Smart-Media-Karten, Compact-Flash-Karten Typ I, bei
Sony-Modellen: Memory-Stick und (selten) 3,5-Zoll-Diskette

Verbindung zum PC: seriell, selten zusätzlich USB

Die Kameras kommen grösstenteils mit einem umfangreichen Software-Paket. Es enthält Programme zum Datentransfer, zur Bildbearbeitung, zum Archivieren
und zum Erstellen eines Panorama-Bilds. Manchmal ist auch ein HTML-Editor dabei.

Erweiterungsmöglichkeiten: Erwarten Sie sich besser nicht allzu viel, sie sind in dieser Klasse praktisch nicht gegeben. Weder lässt sich ein externer Blitz anschliessen noch ein anderes Objektiv verwenden.

Preise: zwischen 400 und 1900 Franken.

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4* Für Hobbyfotografen: 2- bis 3-Megapixel-Kameras
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Sie fotografieren gern und viel? Und dabei möchten Sie mit den fotografischen Funktionen einer Digitalkamera experimentieren? Für den Hobbyfotografen, der die Bilder auch gern selbst ausdruckt, gibt es derzeit das grösste Angebot an Digitalkameras. Hochwertige Ausdrucke sind im Format 10 x 15 Zentimeter möglich; bei manchen Modellen lassen sich sogar gute Ergebnisse im DIN-A4-Format erzielen.

Standardauflösung: 1600 x 1200 Bildpunkte

Objektiv: 3fach-Zoom und digitaler Zoom sind Standard, Kameras mit fester Brennweite und ausschliesslich digitalem Zoom die Ausnahme.

Scharfstellen: Autofokus, grösstenteils zusätzlich manueller Fokus

Belichtungssteuerung: Programm-, Zeit- und Blendenautomatik sowie manuelle
Belichtung

Einstellmöglichkeiten: Die Kameras bieten sowohl einen Automatikmodus für Schnappschüsse als auch manuelle Einstellmöglichkeiten etwa Blende, Belichtungszeit und -korrektur sowie manueller Fokus. Ausserdem kann der Fotograf zwischen mehreren Methoden der Belichtungsmessung (Matrix-, Spot- und mittelbetonte Messung) sowie mehreren Stufen der Lichtempfindlichkeit wählen (ISO 100/200/400).

Speichermedien: Compact-Flash-Karten Typ I (vereinzelt Typ II; IBM
Microdrive, 340 MB), seltener Smart-Media-Karten, bei Sonys MVC-Modellen: 3,5-Zoll-Diskette und Memory-Stick

Verbindung zum PC: Seriell, vereinzelt Infrarot; im Kommen ist zusätzlich eine
USB-Schnittstelle.

Software: Übertragungs und Bildbearbeitungs-Software,

Erweiterungsmöglichkeiten: Bei einigen Modellen lässt sich ein externer Blitz anschlissen. Einen Blitzschuh bieten beispielsweise Sony MVC-FD95, Fujifilm MX-2900 Zoom und Epson Photo PC 850Z.

Preise: zwischen 700 und 2300 Franken.

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5* Für Ambitionierte: Kameras ab 3 Megapixeln
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Wenn Sie Ihre Bilder auch im DIN-A4-Format in guter Qualität ausdrucken möchten, dann brauchen Sie unbedingt eine Kamera mit hoher Auflösung. Eine 3-Megapixel-Kamera liefert hochwertige Bilder von grosser Detailschärfe. Zudem bietet eine solche Digitalkamera - etwa im gleichen Umfang wie ihre 2- bis 3-Megapixel-Kollegen, genügend Einstelloptionen für fotografische Experimente.
Die meisten Kameras dieser Klasse erlauben es, die Bilddaten nicht nur komprimiert im JPEG-Format abzuspeichern, sondern auch im hochwertigen TIF-Format. In dieser Gruppe finden Sie häufig Spiegelreflexmodelle.

Standardauflösung: 2048 x 1536 Bildpunkte

Objektiv: (3fach-)Zoomobjektiv und immer auch digitaler 1/2 Zoom (mindestens 2fach)

Scharfstellen: Autofokus und manueller Fokus

Belichtungssteuerung: Zeit, Programm- und 1/2 Blendenautomatik sowie
manuelle Belichtung

Einstellmöglichkeiten: Diese Modelle bieten ähnliche Optionen wie die
Kameras mit 2 bis 3 Megapixeln Auflösung, also beispielsweise manuelle Belichtung sowie die
Wahl zwischen mehreren Lichtempfindlichkeitsstufen (ISO 100/ 200/400).

Speichermedien: Eine hohe Auflösung erfordert viel Speicherkapazität. Der grösste Teil der
Modelle kommt daher mit einem Einschub für Compact-Flash-Karten vom Typ II, der auch die IBM-Microdrive-Festplatte mit 340 MB Speicherkapazität aufnimmt. Ist eine Kamera mit
einem Slot für Smart-Media-Karten ausgestattet, so lassen sich diese problemlos bis zur maximalen Speicherkapazität von 64 MB verwenden.

Verbindung zum PC: immer USB, grösstenteils zusätzlich seriell, vereinzelt bieten Kameras auch eine Verbindung via Infrarot.

Software: Datentransfer- und Bildbearbeitungsprogramm

Erweiterungsmöglichkeiten: Bis auf die Option, einen externen Blitz anzuschliessen, gibt's keine nennenswerten Aufrüstmöglichkeiten.

 

Auf was sie beim Kauf einer digital - Kamera achten sollten